2 Wochen schon.

11. September 2009

Jetzt bin ich schon seit 2 Wochen hier.

Heftig, wie schnell die Zeit vergeht. Die Stadt ist mir inzwischen so vertraut, die Alltagswege (zur Uni, zum Einkaufen etc.) könnte ich blind gehen. Auch die Uni ist längst Gewohnheit.

Bisher kenne ich leider wirklich nur die Stadt an sich, aber morgen machen wir einen Tagesausflug, dahin.
Ich bin wahnsinnig gespannt was mich da erwartet. Vorher gehts noch zum “réttir” – Schafabtrieb, Googlebildersuche zeigt ganz gut, was es ist.

Eigentlich kann ich das ja noch gar nicht sagen/einschätzen, aber R. ist eine Stadt, in der ich leben könnte. Für länger. (Ich weiß. A. spielt da mit rein. Aber auch ohne ihn wäre es so.)

Mir gehts gut hier. Richtig richtig gut.

Ausführlicheres.

6. September 2009

(Mir gehts heute nicht wirklich gut. Wenn ich also beim schreiben immer selbstmitleiderisch werde, ignoriert es einfach, danke.)
(Ich hab gestern in dem Eintrag ein bisschen was verschwiegen, also nicht wundern.)

Also. Da war dieser Freitagabend. Da waren wir Mädels, P., B., L., J., S. und ich. Da war diese Bar und der Kicker. Wir spielten eine Runde, oder zwei, irgendwann kamen andere Erasmusleute dazu, man redete, so das übliche halt: “Wie heißt du, wo kommst du her, was studierst du hier?”. Irgendwann standen B. und ich ein Stück vom Kicker weg, an die Wand gelehnt, und unterhielten uns darüber, warum genau wir nach Island sind. 2 Meter neben uns war die Tür zu den Toiletten. Irgendwann kam ein Typ auf uns zu – blond, groß, Anzug, sehr gutaussehend und sagt was auf Isländisch. Wir machen ihm klar, dass wir ihn nicht verstehen – In English, please?! – und er fragt, ob wir auch anstehen oder nur so dastehen. Wir stehen nur so da, sagen wir. Und er fragt, wo wir herkommen. Irgendwie entwickelt sich ein Gespräch, wir quatschen vllt. eine Viertelstunde über alles mögliche. Die anderen Mädels kommen irgendwann dazu, sie wollen weiterziehen, noch woanders hin, wo es angeblich Freibier geben soll. B. sagt sofort ja, ich zögere, überlege, entscheide mich, zu bleiben. Erzähle das dem Typen (er heißt übrigens A.) und er freut sich tatsächlich. Als die Mädels weg sind, gehen wir an die Bar, er will mir was ausgeben “Because you are the first German girl I really understand, the others have such a strong German accent.”

Also sitzen wir da, relativ eng, weil es so voll ist, mit unseren Gin Tonics. Wir reden weiter, über Deutschland, Island, die Wirtschaftskrise, über den Kölner Dom, über Sprachen, es ist echt richtig richtig angenehm und A. scheint wahnsinnig nett zu sein. Irgendwann, ich habe längst kein Zeitgefühl mehr, ist mein Glas leer und ich stelle es auf einen gerade freien Barhocker. A. schaut mich an: “What? I can’t get beaten by a girl!” – und trinkt sein noch ziemlich volles Glas komplett leer.
Ich brauche Luft und eine Zigarette, frage ihn, ob er mit nach draußen kommt, macht er, also stehen wir im kalten Nieselregen, an die Hauswand gelehnt, wieder eng nebeneinander, weil sich alle draußen an die Wand quetschen, in der Hoffnung, dort weniger vom regen abzubekommen. Ich rauche, wir reden. Und reden und reden und reden. Er bringt mir ein paar Sätze Isländisch bei, die ich irgendwie sogar aussprechen kann, was am Alkohol liegen muss, ich bringe ihm ein bisschen Deutsch bei. Nachdem ich die Kippe auf die Straße werfe, steht er auf einmal vor mir, und zum ersten Mal reden wir nicht. Er schaut mich nur an. Schaut mich an, nimmt meine Hände in seine – und küsst mich.

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Ausgehen in R.

5. September 2009

(Nur so kryptisches Schnipselgedöns. Weil, ne, und so.)

  • die Isländer sind, wenn sie dann mal angefangen haben zu reden, höchst redselig.
  • ich sollte die Finger vom Alkohol lassen.
  • oder auch nicht, weil ohne Alkohol wäre das tolle von letzter Nacht nicht passiert.
  • nein, nicht das, was ihr denkt.
  • ich hatte ein wenig viel Spaß.
  • irgendwie.
  • sich auf einen Drink einladen lassen kann ich inzwischen ziemlich gut.
  • wenn man Isländern sagt, man kommt aus der Nähe von Köln, kommt welche Reaktion? Richtig: Oh, the big church!
  • Eingänge zu Banken sind trotz Wirtschaftskrise warm und angenehm unbeleuchtet.
  • “You know, that’s why it’s called Iceland. You have to freeze when you’re here, otherwise would it be Warmland. And I couldn’t hold you’re hand to keep it warm.”
  • es war ein bisschen wie im Film. Ihr wisst schon, nach Hause gebracht werden und Kuss an der Haustür und so.

Nachbarn.

30. August 2009

Vorhin haben wir zufällig in der Gemeinschaftsküche vom Guesthouse unsere zukünftigen Nachbarn kennengelernt – ein Mädel und ein Kerl aus Frankreich, die auch beide bis Mai bleiben. Sie studiert Geschichte, er Jura. Schienen ganz nett (und sprechen verdammt gut Englisch, also für Franzosen).

In einer halben Stunde treffen wir uns mit ihnen und laufen in die Stadt, da treffen wir dann nochmal einige andere Erasmusmenschen und gehen Pizza essen. Ich bin gespannt, wie es wird!

Zweite erste Eindrücke

29. August 2009

Heute also wieder unterwegs gewesen. Erst einkaufen, was gar nicht so teuer war wie erwartet/befürchtet, dann also um 14 Uhr an der Hallgrimskirkja mit anderen verabredet.
Wir waren zuerst nur zu dritt, dann zu viert, dann zu sechst, irgendwann zu acht, dann auf dem Weg zurück zur Fußgängerzone kamen nochmal 3 dazu…
Und wie immer, ich hab einfach ein katastrophales Namensgedächtnis – keine Ahnung, wie die alle hießen. Aber aus 5 verschiedenen Ländern waren wir am Ende jedenfalls.
Irgendwann landeten wir in einem Café mit Livemusik, das “Melodica Acoustic Festival” war dort. Schön wars, wirklich schön!
Das Café war auch echt toll, ganz viele alte Möbel durcheinander, humane Preise… Der Tag hat sich gelohnt.

Natürlich bin ich schon wieder müde, das macht die isländiche Luft und die Zeitverschiebung ^^

Erste Eindrücke

28. August 2009

Meine ersten Eindrücke von der Stadt sind einfach nur positiv. Ich kann es nicht genauer beschreiben, aber ich fühle mich definitiv wohl hier. Bisher. Und ich gehe davon aus, dass es so bleibt.

Wir haben uns vorhin mit einer anderen deutschen Studentin hier getroffen, waren was trinken und durch die Stadt laufen, auch mal zum Campus. Ich mag es hier.

Morgen dann das nächste Treffen, übers Studi ausgemacht, mit ein paar anderen Deutschen. Ich bin gespannt!

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