Sonntag in Reykjavík
20. September 2009
Ich stürze mich in die Arbeit.
Eine Präsentation für Dänisch. 5 Arbeitsblätter für Vocabulary, einen kurzen Vorstellungstext über mich und noch einen über Sternzeichen für Pronounciation&Speech. Auf Isländisch.Haha.
Dazu literweise Tee und Robbie auf repeat. Und die Tatsache, dass er andauernd bei Facebook online ist, einfach ignorieren. So gut es geht. Irgendwie.
(Mal sehen, wie lange ich durchhalte, bzw. ob ich zum 24Std.-Supermarkt gehen werde um Zigaretten zu holen. Ich hab keine mehr. Noch bin ich optimistisch.)
Noch 22 Stunden und 34 Minuten.
27. August 2009
Ich versuche, völlig ruhig zu bleiben. Oder zumindest so ruhig, wie es irgendwie geht.
Ich sitze im Bett, Laptop auf dem Schoß, Radio im Hintergrund, und spiele Mahjong.
Irgendwie schrecke ich auf, als im Radio dieses Lied läuft.
Everything’s gonna be alright
Und auf einmal glaube ich es. Wirklich. Ich bin überzeugt davon, dass alles gut wird. Irgendwann.
Es ist nicht meine Art von Musik, ich mag den Text nicht, die Stimme nicht – aber diese eine Zeile macht viel aus.
Vielleicht auch deshalb, weil ich vorhin auf dem Balkon stand und Richtung Sonnenuntergang guckte und mir endlich klar wurde, was das für eine Sehnsucht ist, die mich jetzt schon so lange beschäftigt. Die Sehnsucht nach (m)einem Zuhause. Nach meinem Ort. Und wer weiß, vielleicht wird Reykjavík ja genau dieser Ort sein? Wer weiß das schon.
Ich bin also optimistisch und gehe mit dieser Zeile und einem Lächeln in die letzte Nacht hier.